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11.09.2007

Andreas Reimann „Und Rotwein rauscht an meiner Seele Süden: Italien-Sonette“

Vor der Reise

Ich hab gepackt, und mich das reisefieber.

Verlorn sind hopfen da und baldrian …

wer gerne hier ist, wär woanders lieber:

ward nicht der kiesel, den wir übersahn

auf unserm pfad, uns stets zum stolperstein?

Doch wo die flüsse scheinbar südwärts fließen,

erblick ich ihn und hör verzückt mich schrein:

Oh, heb ihn auf! Nimm diesen mit! Und diesen!

Die sterne, hier: nur apfelsinenkerne …

Und früchte dort, wo hinter widernissen

der himmel groß ist: wie uns zugewandt.

Ja, reisen: jetzt! Mir bangt nicht vor der ferne. –

Ich fürchte nur: ich werd vielleicht vermissen

nach meiner heimkehr das gesehne land …