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Seumes Wirkung

Für Walter Benjamin stand fest: „Was das achtzehnte Jahrhundert unter dem ‚ehrlichen Mann‘ verstanden hat, das kann man an Seume ablesen.“ Den Beleg dieser These glaubte er in seinem 1936 in der Schweiz erschienenen Brief-Sammlung „Deutsche Menschen“ mitzuliefern: ein eher befremdliches Schreiben Seumes an den erfolgreicheren Werber um die Liebe einer jungen Dame. Theodor W. Adorno klassifizierte den Text, sehr nachvollziehbar, als „peinlich“.

Diese kulturgeschichtliche Mini-Episode zeigt immerhin: Seume hat Dichter und Denker auch nach seinem Ableben beschäftigt. Dieser Tatsache widmet der Internet-Auftritt „Seume.de“ eine ganze Rubrik: „Seumes Wirkung“.

Den Betreiber des Auftritts, und hoffentlich nicht nur ihn, interessiert nicht nur das Leben von J. G. Seume, sondern auch sein „Nachleben“. Er hofft deshalb auf Beiträge von Kennerinnen und Kennern solcher Menschen, die sich in ihrem Werk mit Seume auseinandersetzen. Sie es ausdrücklich oder indirekt, adaptierend oder interpretierend.

Per Briefpost und E-Mail (Adressen im "Impresssum" und in der "Mailbox) eingesandte Vorträge, Aufsätze, Hinweise und Anregungen: alles wird geprüft und nach Rücksprache, wenn gewünscht, möglichst auch ins Netz gesetzt. Honorare gibt es nicht und der Betreiber von „seume.de“ lehnt jegliche Verantwortung für den Inhalt von Beiträgen in diesem Auftritt, die nicht unter seinem Namen erscheinen. Vorsichtshalber distanziert er sich jetzt schon einmal von allen Gastbeiträgen.

Dipshorn, 01.01.2014 
Karl Wolfgang Biehusen